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Ohrgehänge

Bei jedem der beiden gleichartigen Ohrgehänge ist an einer Rosette mit dem Bügel für das Ohr das symmetrische Rankenzierstück befestigt. Die Eisenteile sind besonders feingliedrig und exakt gegossen. Sogar die Rückseiten sind in filigranem Dekor ausgearbeitet. Durch die doppelte Gelenkaufhängung mittels zweier Ösen entsteht ein sehr bewegliches Kleinod. Es ist leider nicht geklärt, ob dieses Stück aus der königlich preußischen Eisengießerei Berlin stammt oder aus den anderen berühmten Eisenkunsthütten in Gleiwitz und Sayn. Für all diese Hütten arbeiteten bedeutende Berliner Bildhauer wie Christian Daniel Rauch oder auch Karl Friedrich Schinkel.

„Gold gab ich für Eisen“
Zu Beginn der Befreiungskriege 1813-15 entstand - offenbar aufgrund eines Aufrufs der Prinzessin Marianne von Preußen - die Devise „Gold gab ich für Eisen“. Angesprochen waren die patriotisch gesinnten Frauen, „jede entbehrliche wertvolle Kleinigkeit - das Symbol der Treue, den Trauring, die glänzende Verziehrung des Ohrs, den kostbaren Schmuck des Halses“ - zur „Rettung des Vaterlandes“ abzuliefern. Der Symbolgehalt dieser Devise blieb in den nachfolgenden Zeiten - überwiegend in Preußen - erhalten. Für kurze Zeit und wohl hauptsächlich in Berlin hatte das sonst so gering geschätzte Eisen - auf dem Gebiet des Schmuckes - in der „gesellschaftlichen“ Wertschätzung fast die Stelle eingenommen, die vorher und nachher das Gold innehatte. Für die Fertigung der Replikate wird ein zeitgemäßes Material verwendet. Damit unsere detailgetreuen Nachgüsse nicht mit den nur zeitlich begrenzt produzierten Eisenwaren verwechselt werden können, nehmen wir „Silber für Eisen“. Beim Original wie auch bei allen Replikaten wurde die Oberfläche mit speziell geschwärztem Firnis gebürstet und gebrannt.


Größe: L=56mm B=14mm
Silber 925/- schwarz gefirnist
#701AG
70,- EUR
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