Halskette von Geiss
Diese feingliedrige Halskette, gegossen 1820-30 von Johann Conrad Geiss in Berlin, besteht aus 19 Zierelementen - Kreuzblumenblätter und gestreckte Vierpässe im Wechsel - und einem Verschluß; alle Elemente sind durch kleine Ringe verbunden. Die Vierpässe in der Mitte werden durch kreisförmige polierte Stahlplättchen mit aufgelegten kleinen Blüten betont.
Der Anhänger mit gestreckten Vierpässen befindet sich als Fragment auch auf dem „Tableau mit Einzelteilen von Schmuck“ aus der Sammlung des Schlosses Charlottenburg. Repliziert wurden die zwei Hauptelemente der Kette. Sie sind als Einzelteile jeweils mit Kette erhältlich.„Gold gab ich für Eisen“
Zu Beginn der Befreiungskriege 1813-15 entstand - offenbar aufgrund eines Aufrufs der Prinzessin Marianne von Preußen - die Devise „Gold gab ich für Eisen“. Angesprochen waren die patriotisch gesinnten Frauen, „jede entbehrliche wertvolle Kleinigkeit - das Symbol der Treue, den Trauring, die glänzende Verziehrung des Ohrs, den kostbaren Schmuck des Halses“ - zur „Rettung des Vaterlandes“ abzuliefern. Der Symbolgehalt dieser Devise blieb in den nachfolgenden Zeiten - überwiegend in Preußen - erhalten. Für kurze Zeit und wohl hauptsächlich in Berlin hatte das sonst
so gering geschätzte Eisen - auf dem Gebiet des Schmuckes - in der „gesellschaftlichen“ Wertschätzung fast die Stelle eingenommen, die vorher und nachher das Gold innehatte. Für die Fertigung der Replikate wird ein zeitgemäßes Material verwendet. Damit unsere detailgetreuen Nachgüsse nicht mit den nur zeitlich begrenzt produzierten Eisenwaren verwechselt werden können, nehmen wir
„Silber für Eisen“.
Beim Original wie auch bei allen Replikaten wurde die Oberfläche mit speziell geschwärztem Firnis gebürstet und gebrannt.
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 #702 Größe: L=36mm B=29mm #703 Größe: L=27mm B=19mm
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